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Virtuelle Fachhochschule für Technik, Informatik und Wirtschaft

Virtual University of Applied Sciences

Die „Virtuelle Fachhochschule für Technik, Informatik und Wirtschaft“ (VFH) ist ein Leitprojekt im Rahmen des vom Bundesministers für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie ausgeschriebenen Wettbewerbs "Nutzung des weltweit verfügbaren Wissens für Aus- und Weiterbildung und Innovationsprozesse". Beginn des Projektes war der 01.01.1999, die Laufzeit beträgt 5 Jahre (1999-2003).

Die Virtuelle Fachhochschule ermöglicht ein orts- und zeitunabhängiges Studium mit Hilfe von PC und Internetanschluss von Zuhause oder vom Arbeitsplatz. Die Einschreibung wird ab 2002 via Internet stattfinden. Auch die Betreuung der Studierenden kann über das Internet sowie durch Präsenzphasen reali­siert werden. Prüfungen sind unter Aufsicht an verschiedenen Orten vor­gesehen. Im Rahmen be­stehender Präsenz-Studiengänge können bereits ab 2000 einige Fächer virtuell studiert werden. Diese Module, z. B. Marketing, Umweltmanagement oder Logistik, stehen über eine Weiterbildungs-Agentur auch für Weiterbildungs-Interessenten zur Verfügung. Dies ist ein erster Schritt, um den breiten gesellschaftlichen Zugang zu lebenslangem Lernen zu ermöglichen.

Die einzelnen Teilvorhaben sind in einzelne Arbeitspakete aufgeteilt, die von Hochschullehrern der am Projekt beteiligten Fachhochschulen und Universitäten zusammen mit ihren Projektgruppen bearbeitet werden.

Die FH Brandenburg ist durch Prof. W. Beuschel in der Gesamtleitung des Teilvorhabens 2 und dabei durch das Arbeitspaket „Virtuelle Informationsmanagement-Beratung (VIB)“ sowie im Teilvorhaben 5 durch das Arbeitspaket „Informationsmanagement“ vertreten.

Teilvorhaben 2:

Arbeitspaket „Virtuelle Informationsmanagement-Beratung (VIB)“

In diesem Paket werden Grundlagen, technische Voraussetzungen und Erfahrungswerte für eine „Virtuelle Informationsmanagement-Beratung (VIB)“ erarbeitet. Hierbei soll Interessierten aus Hochschulen und Unternehmen sowie eingeschränkt mobilen Personen (z. B. Mütter mit Kleinkindern, Behinderte etc.) die Möglichkeit gegeben werden in interaktiven Lernprozessen zu kommunizieren und zu kooperieren. Die technische Umsetzung erfolgt in Form eines virtuellen Seminar- und Beratungsraums durch ein vernetztes Labor. Je nach Problemsituation lässt sich dieses flexibel gestalten, so dass Lernszenarien mit unterschiedlichen Kombinationen aus Präsenzanteil und Virtualität realisiert werden können.

Die Virtuelle Informationsmanagement-Beratung (VIB) sieht synchrone und asynchrone Lehr- und Lernformen unter Einsatz multimedialer, vernetzter Komponenten wie digitale Tafel (Whiteboard), Multipoint Videosystem, Beamer usw. vor. Es wird angestrebt, die Systemkonfiguration so offen, flexibel und medienbrucharm wie möglich zu gestalten.

Übergreifende Fragestellungen zum Themenkomplex virtueller Lehr- und Lernformen, die sich in diesem Rahmen stellen und beantwortet werden sollen, sind z. B.:

Welches Verhältnis synchroner und asynchroner Lernsituationen (Präsenz vs. Virtualität) erweist sich als sinnvoll?

Welche Anforderungen bestehen an virtuelle Gruppenarbeit?

Welche  Anforderungen stellen die neuen Lehr-/Lern-Szenarien an das Alltagshandeln von Lehrenden und Lernenden ("front-loaded teaching", neue "Rigiditäten")?

Inwieweit verändern sich soziale und technische Koordinationserfordernisse?

Wie kann die fachliche und soziale Kommunikation von Studierenden technisch unterstützt werden?

Szenario eines virtuellen Seminar- und Beratungsraums

Die Grundlage des Szenarios bildet ein interaktives Whiteboard. Mit diesem lassen sich Tafelbilder, Notizen, Zeichnungen etc. elektronisch abspeichern und ausdrucken. Daneben sind die in digitaler Form vorliegenden Informationen auch zur Nachbereitung der Lehrveranstal­tung oder zum Selbststudium verwendbar. Über die vernetzten PCs des virtuellen Labors können Studierende die aufgezeichneten Informationen sofort bearbeiten und z. B. durch Annotationen ergänzen.

 

Abbildung: Virtueller Beratungsraum

Während der Lehrveranstaltung kann der Dozent über eine entspre­chende Software die Aufmerksamkeit der Studierenden auf ein bestimmtes Thema lenken und somit direkten Einfluss auf das Lernverhalten der Studenten nehmen. Neben dem Einsatz des Whiteboards ist auch die Verwendung eines Videokonferenzsystems angedacht, mit dem Studenten außerhalb der Hochschule die Vorlesung mitverfolgen können. Über bereitgestellte Begleitmaterialien wie elektronische Skizzen, Skripte und Literaturhinweise sowie durch die Bearbeitung von Aufgaben- und Fallstudien soll das vermittelte Wissen vertieft und angewandt werden.

Derzeit wird an der FH Brandenburg ein Virtuelles Informationsmanagement-Beratungs-Labor aufgebaut. Das Labor verfügt über vernetzte Notebooks mit Videokonferenzsystem, ein digitales Whiteboard, eine digitale Kamera und diverse Software, die das kooperative Problemlösen unterstützen soll.

Teilvorhaben 5:

Arbeitspaket „Informationsmanagement“

Das Teilvorhaben 5 ist für die Entwicklung und Umsetzung des virtuellen Studiengangs Medieninformatik verantwortlich. Das Studium kann nach 6 Semestern mit dem Bachelor- und nach weiteren 4 Semestern mit dem Master-Abschluß beendet werden.

Die Schwerpunkte des Curriculums liegen zum einen im medienwissenschaftlichen Bereich (Medienrecht, -technik, -design, Computergrafik), zum anderen auf dem Gebiet der Computer- bzw. Netzwerktechnik (Informatik, Mensch-Computer-Kommunikation, Softwaretechnik- und Projektmanagement, Kommunikationstechnik und Netze). Dem Lehrplan vorangestellt ist ein unbenotetes „Propädeutikum Virtuale“, welches Anfängern, die im Umgang mit den neuen Informationstechniken noch nicht allzu versiert sind, vor dem Einstieg ins Stu­dium mit Lerntechniken in der Virtualität vertraut machen soll. Die Inhalte der im Studiengang Medieninformatik angebotenen Lehrveranstaltungen werden von 18 Arbeitspaketen konzipiert und didaktisch und methodisch umgesetzt.

Aufgabe der Projektgruppe an der Fachhochschule Brandenburg ist es, innerhalb eines Arbeitspaketes Unterrichtseinheiten zum Thema Informationsmanagement zu konzipieren und zu entwickeln. Informationsmanagement beschäftigt sich als Teildisziplin der (Wirtschafts-) Informatik mit strategischen, administrativen und operativen Methoden beim Umgang mit der betrieblichen Ressource Information.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abbildung:  Screenshot einer Lehreinheit (durch Anklicken vergrößerbar)

Die Lehreinheiten werden im 6. Semester des Bachelor-Studiengangs im Fach „Softwaretechnik & Projektmanagement“ angeboten. Ihr Schwerpunkt liegt zum einen auf der Vermittlung von Grundlagenwissen. Zum anderen werden verteilte Planungs- und Beratungssituationen durch die VIB aus dem Teilvorhaben 2 umgesetzt. Anhand von Fallstudien zu verschiedenen Themen (Electronic Commerce, Intranet u.a.) werden anwendungsorientierte Szenarien zum kooperativen Problemlösen realisiert. Der Umfang der Lehrveranstaltung beträgt 4 SWS, wovon 2 SWS für die Nutzung des virtuellen Labors vorgesehen sind und weitere 2 SWS als Präsenzveranstaltung durchgeführt werden.